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Im Theater sitzen statt Spargel stechen, Kultur- statt Wohlfahrtsambiente ...
Seitdem sich Schauspieler bei der Volksbühne auf Ein-Euro-Jobs bewerben,
reagieren wir und gründen unseren eigenen Parallelarbeitsmarkt post
Hartz IV: Jeder Zuschauer, der am 20. Januar mit einer rechtzeitig abgeholten
Eintrittskarte an unserem Ein-Euro-Abend teilnimmt und dem einstündigen
Abend durchgehend beiwohnt, bekommt bei Verlassen des Saales von der Volksbühne
einen Euro ausgezahlt. Nur für Dasitzen und Dabeisein.
Ob wir damit langfristig einen Niedriglohnsektor großen Ausmaßes
oder eine Brücke zum ersten Arbeitsmarkt errichten, ob von einem
solchen Abend ein nicht unerheblicher Druck auf das Kulturgefüge
ausgeht, bleibt abzuwarten. Wie ver.di verlauten lässt, "können
Frauen zahlenmäßig von diesen Maßnahmen stärker
betroffen sein als Männer. Dies gilt es mit besonderer Aufmerksamkeit
zu beobachten." Der Beitrag der Volksbühne zu einer neuen, lebendigen
Arbeit im Sinne der Marxschen "Kristallisation der Zeit", ein
Beitrag zur differenzierten Unterscheidung zwischen "Arbeit und Wahrnehmung",
"Arbeit und Affekt und nicht zuletzt ein Beitrag zum Bruch zwischen
Mensch und Natur, der uns Maschinen aneinanderkoppelt: "Ich und Nicht-Ich,
Innen und Außen wollen nichts mehr besagen."
(Deleuze/Guattari 1977)
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