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    Der Ein-Euro-Abend 2005
Konzept
 
 



Im Theater sitzen statt Spargel stechen, Kultur- statt Wohlfahrtsambiente ... Seitdem sich Schauspieler bei der Volksbühne auf Ein-Euro-Jobs bewerben, reagieren wir und gründen unseren eigenen Parallelarbeitsmarkt post Hartz IV: Jeder Zuschauer, der am 20. Januar mit einer rechtzeitig abgeholten Eintrittskarte an unserem Ein-Euro-Abend teilnimmt und dem einstündigen Abend durchgehend beiwohnt, bekommt bei Verlassen des Saales von der Volksbühne einen Euro ausgezahlt. Nur für Dasitzen und Dabeisein.

Ob wir damit langfristig einen Niedriglohnsektor großen Ausmaßes oder eine Brücke zum ersten Arbeitsmarkt errichten, ob von einem solchen Abend ein nicht unerheblicher Druck auf das Kulturgefüge ausgeht, bleibt abzuwarten. Wie ver.di verlauten lässt, "können Frauen zahlenmäßig von diesen Maßnahmen stärker betroffen sein als Männer. Dies gilt es mit besonderer Aufmerksamkeit zu beobachten." Der Beitrag der Volksbühne zu einer neuen, lebendigen Arbeit im Sinne der Marxschen "Kristallisation der Zeit", ein Beitrag zur differenzierten Unterscheidung zwischen "Arbeit und Wahrnehmung", "Arbeit und Affekt und nicht zuletzt ein Beitrag zum Bruch zwischen Mensch und Natur, der uns Maschinen aneinanderkoppelt: "Ich und Nicht-Ich, Innen und Außen wollen nichts mehr besagen."
(Deleuze/Guattari 1977)

 
   



  Die Brust 1998

  Yvonne 1999

  Troilus 2000

  Baumwolle 2001

  FSK18-Triptychon 2002

  Indianer 2003

  Hymnen 2003

  Fahnenträger 2004

  Tribun 2004

  Schacht 4 (o.J.)

  Rettung der Menschheit (o.J.)




  Der gesunde Raucher 2004

  Der Ein-Euro-Abend 2005